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 01.05.2020

Saftkur – Gesund oder schädlich?

Ist eine Saftkur gesund? Was steckt hinter dem Lifestyle-Trend?

Stars wie Heidi Klum leben es vor und immer mehr Menschen machen mit: Saftkuren, im Englischen „juice cleansing“, sind ein großer Lifestyle-Trend und werden vielfach mit positiven Wirkungen auf den Körper in Verbindung gebracht. Gerade jetzt im Frühjahr machen viele Menschen eine sogenannte Frühjahrssaftkur. Saftkuren aller Art seien dabei nicht nur zum „Detoxing“, also Entgiften das Mittel der Wahl, sondern daneben auch noch eine probate Hilfe zum Abnehmen.

Was aber ist wirklich dran am Hype? Sind Saftkuren gesund? Oder sogar schädlich? Wer sich mit den wissenschaftlichen Grundlagen hinter Saftkuren beschäftigt, stößt schnell auf interessante Fakten und entzaubert Mythen.

Saftkur – Was steckt dahinter?

Eine Saftkur ist vom Prinzip her sehr einfach. Statt feste Nahrung, wird einfach der Saft von Früchten, Gemüse oder auch Kräutern getrunken. Die Länge der ist dabei individuell und beträgt in der Regel 3 Tage, 5 Tage oder selten auch bis zu 7 Tage. Die Idee hinter der Saftkur ist es, dem Körper Zeit zu geben zu „entschlacken“, sich von vorhandenen Giftstoffen zu befreien. Außerdem führen die Säfte dem Körper viele Vitamine und Spurenelemente zu, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken können.

Farid Zitoun, Institutionsleiter am Bottroper Zentrum für Naturheilkunde, gewinnt dem Trend vor allem Positives ab: „Das Thema Saftkur ist aus gesundheitlicher Sicht sehr interessant, wird allerdings auch oft verklärt. Fakt ist, und das sagen selbst anerkannte Institutionen, dass eine Saftkur positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit haben kann.“

Naturheilzentrum Gesundheitswissen: Was steckt wirklich hinter der Saftkur?

Entgiftung mit Saftkur – gesund oder schädlich?

Zitoun bezieht sich dabei unter anderem auf eine jüngere Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zum Thema Saftkur: https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/diaeten-fasten/entgiftungsdiaeten/

Zwar spricht die DGE von einer eher schütteren Quellenlage, allerdings geben die vorhandenen Studien Hinweise darauf, dass eine Saftkur zumindest das Körpergewicht und die Insulinresistenz positiv beeinflussen können. Auch in den Säften selbst stecken oft viele für den Körper wichtige Vitamine und Spurenelemente. Positive Effekte von verschiedenen Säften konnten in zahlreichen Studien belegt werden. So fand unter anderem eine australische Studie einen blutdrucksenkenden Effekt von Rote-Beete-Saft (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23231777).

Abnehmen mit Saft? Studien belegen eine positive Wirkung auf das Gewicht

Generell erhalten die meisten Säfte die Gesundheits-boostenden Effekte der Obst-, Gemüse- oder Kräutersorten, aus denen sie gemacht sind. Voraussetzung hierfür ist lediglich, dass der Saft schonend ohne zu starke Erhitzung gewonnen wurde.

Bio-Saftkur – Was hat es mit Detox auf sich?

Während eine Saftkur aus gesundheitlicher Sicht durchaus positive Effekte haben kann, weist Farid Zitoun auch auf einige missverständliche Annahmen hin, die viele mit dem Thema verbinden: „Beim Thema Saftkur schwingt oft auch eine Menge Aberglauben mit. Am häufigsten höre ich zum Beispiel von den sogenannten „Schlacken“, die sich im Körper ablagern würden und sich dann im Rahmen einer Saftkur lösen könnten. Wissenschaftlich gesehen stimmt das so nicht ganz. Unser Körper entgiftet sich nämlich immer von selbst, dafür sind zum Beispiel Leber und Niere da. Allerdings haben jüngste Forschungen auch ergeben, dass der Verzicht auf Nahrung unseren Zellen helfen kann, die interne ‚Müllabfuhr‘ anzuschmeißen.“

Detox und Entgiftung mit Bio-Saftkuren?

Dabei spielt der Naturheilkundler auf die sogenannte Autophagie an, welche gewissermaßen einen Selbstreinigungsprozess jeder Zelle darstellen. Dieser Mechanismus wird durch Insulin blockiert, weswegen regelmäßige Esspausen einen Effekt bewirken können, wie unter anderem der Stern berichtete: https://www.stern.de/gesundheit/intervallfasten--wie-gesund-ist-der-trend--6748894.html.

Gemüse-Saft-Kur: Säfte für die gesunde Bio-Saftkur

Wer also das Maximum an positiven Effekten für sich herausholen möchte, setzt am besten größtenteils auf Gemüsesäfte, die nicht so viel Zucker enthalten wie Obstsäfte. Am Ende sollte jedoch immer das eigene Wohlbefinden im Fokus stehen. Für Farid Zitoun ist die Saftkur im Frühjahr bereits seit langer Zeit zu einem wichtigen Ritual geworden: „Für mich gehört eine Frühjahrssaftkur einfach dazu, um mich gut zu fühlen. Auf mich wirkt es wie ein innerer Frühjahrsputz.“

Gesunder Lebensstil: Heilpraktiker Zitoun gibt Tipps und teilt persönliche Erfahrungen

Jedoch weist der Komplementärmediziner auch auf mögliche Gefahren hin: „Für manche Personengruppen wie Schwangere, Stillende oder Menschen mit Herz- oder Nierenprobleme kann eine Saftkur gefährlich sein. Daher sollte jeder, der darüber nachdenkt, dies vorher unbedingt mit einem sach- & fachkundigen Heilpraktiker oder Arzt absprechen.“

Mehr ins Detail geht Zitoun zusammen mit seinem Bottroper Kollegen Christian Rüger im neuen Video auf dem Naturheilzentrum Bottrop YouTube-Kanal. In der Blog-Sektion spricht außerdem Gastautor Klaus Menner über praktische Tipps für die Saftkur zum Abnehmen.

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